14
Okt

Vom 15. bis 18. Oktober 2009 veranstaltet die Berliner Charité unter Schirmherrschaft von Angela Merkel und Nicolas Sarkozy den „World Health Summit“ (WHS). Nicht Fragen der öffentlichen Gesundheitsfürsorge bestimmen das Programm des Berliner Gipfels, sondern Überlegungen, wie Forschung und private Gesundheitswirtschaft zur Verbesserung individueller Versorgung beitragen können. Damit droht das öffentliche Gut Gesundheit zu einer Ware zu werden, die nur noch von technischen und betriebwirtschaftlichen Kriterien bestimmt wird.

Deshalb lädt ein breites Bündnis von gesundheits- und entwicklungspolitischen Initiativen und Gewerkschaften zu einer öffentlichen Protestaktion und einer Alternativkonferenz ein. In einer Gemeinsamen Erklärung heißt es: „Dieser Gesundheitsgipfel ist nicht geeignet, weltweite Gesundheitsprobleme anzugehen. Aufgrund seiner inhaltlichen wie organisatorischen Ausrichtung droht der Gipfel eher zu den Problemen beizutragen, die er vermeintlich zu lösen gedenkt.“

Die öffentliche Aktion und Alternativkonferenz lassen diejenigen zu Wort kommen, die in der Charité nicht dabei sind und das auch nicht wollen. Beteiligt sind u.a. Aktionsbündnis gegen AIDS, attac AG Soziale Sicherung, Büros für medizinische Flüchtlingshilfe, BUKO Pharmakampagne, Evangelischer Entwicklungsdienst (EED), Studierendeninitiative GandHI, IPPNW, medico international und Oxfam, VDÄÄ und VDPP, die gesundheits- bzw. sozialpolitischen Fachbereiche der Vorstände von DGB, IG Metall und ver.di.

Einladung zu den Gegenaktivitäten am 16.10.2009

Öffentliche Protestaktion vor dem Eingang zum “World Health Summit”
Ort: nähe Langenbeck-Virchow Haus, Luisenstr. 58/59, 10117 Berlin
Zeit: 8:30 Uhr

Alternativkonferenz „Public Eye on Berlin“
13 – 18 Uhr
Ort: Kaiserin-Friedrich Haus
Robert Koch Platz 7
10115 Berlin – Mitte

Originalartikel und Programm: www.medico.de

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13
Okt

Anlässlich des World Health Summit, des internationalen Gipfeltreffens der Gesundheit, werden im Rahmen von „Public Lectures“ vier prominente Rednerinnen und Redner öffentliche Vorträge halten.

Zu den Referenten gehören Richard Horten, Chefredakteur der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“, Kristie Ebi, führende Wissenschaftlerin des „Intergovernmental Panel on Climate Change“, Victoria Hale, die als Gründerin des „Institute for OneWorld Health“ in San Francisco die Entwicklung von Medikamenten gegen Armutskrankheiten vorantreibt, sowie der britische Nobelpreisträger John E. Sulston. Sulston, ein erklärter Kritiker der freien Marktwirtschaft im Gesundheitswesen, referiert über Möglichkeiten, das Welthandelssystem stärker in den Dienst der Gesundheitssicherung zu stellen.

Die englischsprachige Veranstaltung wird von Klaus-Theo Schröder, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, moderiert. Sie findet am Sonntag, den 18. Oktober, von 15.45 bis 17.15 Uhr in der Haupthalle des Langenbeck-Virchow-Hauses, Luisenstraße 56, statt.

Alle weiteren Veranstaltungen des World Health Summit sind in Form einer kostenlosen Live-Übertragung für die Öffentlichkeit zugänglich. Interessenten können den gesamten Kongress vom 14. bis zum 18. Oktober im Hertwig-Hörsaal des Instituts für Anatomie, Philippstr. 12, verfolgen. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.

Kontakt über Dr. Mazda Adli, Campus Charité Mitte, t: +49 30 450 570 003
Originalmeldung: www.charite.de

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